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Ausgabe 01/2015

Magazin

„China hat mehr Schulden, als wir glauben“

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Mit Japan und China befinden sich zwei der größten Volkswirtschaften der Welt in Asien, einem Kontinent, der viele Investmentmöglichkeiten bietet. Die jüngsten Turbulenzen am chinesischen Aktienmarkt haben jedoch viele Anleger verunsichert. Im Gespräch mit select! news berichtet Dr. Hendrik Leber, Fondsberater des Acatis Asia Pacific Plus Fonds UI (DE0005320303), wie er gezielt aussichtsreiche Aktien aus dem asiatisch-pazifischen Raum mit einem Value-Ansatz herausfiltert und warum man die Korrekturen am chinesischen Markt nicht überbewerten sollte.

„Die Reformen in Japan brauchen noch viel Zeit.“

Dr. Hendrik Leber,
ACATIS Investment GmbH
Dr. Hendrik Leber: „Der größte Wirtschaftsboom ist in China vorbei.“ (Foto: ACATIS Investment GmbH)

select! news: Der chinesische Aktienmarkt kommt derzeit nicht zur Ruhe. Die Furcht über eine mögliche Abkühlung der chinesischen Wirtschaft wirkt sich auch zunehmend auf andere asiatischen Volkswirtschaften aus. Wie abhängig sind andere asiatische Volkswirtschaften vom Reich der Mitte?

Leber: Die Märkte suggerieren eine hohe Abhängigkeit, doch sind meiner Ansicht nach die asiatischen Märkte sehr divers. Japan zum Beispiel hat aufgrund seiner kriegerischen Vergangenheit Schwierigkeiten mit dem Absatzmarkt China. Indien hat eine ganz andere volkswirtschaftliche Struktur als China. Taiwan als Hightech-Land ist viel stärker von Kalifornien als von China abhängig. Wir sollten viel stärker zwischen den Lokalmärkten differenzieren. Wir lachen über die Verwechslung von „Sweden“ und „Switzerland“, von „Austria“ und „Australia“ und bringen doch selber die Länder Asiens durcheinander. Ethnien, Religionen, Arbeitsethik und Wirtschaftsstruktur unterscheiden sich von Land zu Land deutlich.

Dr. Hendrik Leber: „Asien ist auf der Research-Seite noch nicht so durchdrungen.“ (Foto: ACATIS Investment GmbH)

select! news: Müssen wir wirklich in den kommenden Monaten mit einer sich abkühlenden Wirtschaft Chinas rechnen, die weitere negative Folgen für den asiatischen Raum hat?

Leber: Ja, das müssen wir. Das stand so immer schon an die Wand geschrieben, doch wollte es keiner wahrhaben. Bei gleichbleibender ökonomischer Lage wird gerade die chinesische Situation neu gedeutet. Der große Wachstumsboom in China ist vorbei – die Straßen, Eisenbahnen und Flughäfen sind gebaut, und somit fällt die große Rohstofflokomotive aus. China hat mehr Schulden, als wir glauben, und die Bereinigung der Schuldenberge wird auch uns Europäer berühren. Und der Binnenkonsum läuft noch nicht so wie gewünscht. Wir haben also anstrengende Übergangsjahre vor uns. Doch wir sollten in Asien differenzieren: Die Reformen Modis in Indien sind – ähnlich wie Schröders Arbeitsmarktreformen in Deutschland – gewaltig, brauchen aber in der Entfaltung ihrer Wirkung Zeit. Meine These ist, dass Indien der nächste Wachstumsmotor wird. Die Philippinen und Indonesien leben von ihren großen Binnenmärkten, Thailand, Taiwan und Vietnam werden sich in ihren jeweiligen Nischen (zum Beispiel Speichermedien, Halbleiter, Textilien) auf den Weltmärkten präsentieren.

select! news: Die japanische Wirtschaft verliert wieder zunehmend an Schwung. Das zweite Quartal 2015 ist laut Experten deutlich schwächer ausgefallen als erwartet. Greifen die Maßnahmen von Premierminister Abe doch nicht so wie erhofft? Hat dies weitere Auswirkungen auf den asiatischen und internationalen Markt?

Leber: Ich vermute, die Reformen in Japan brauchen noch viel Zeit. Der jetzige Kursanstieg in Japan ist liquiditätsgetrieben und geht weit über die Gewinnentwicklung japanischer Firmen hinaus. Strukturell verändert sich Japan allerdings – die Firmen beginnen auf staatliche Anweisung hin, sich auf Rentabilität und Aktionärsinteressen zu fokussieren. Dieser Prozess braucht Zeit und wurde von den Märkten zu schnell vorweggenommen.

select! news: Welche Aktien aus dem asiatisch-pazifischen Raum sind für Sie derzeit besonders attraktiv? Gibt es auch Branchen oder Länder, auf die Sie derzeit besonders Ihr Augenmerk richten? Wo lässt sich besonders viel Value finden?

Leber: In Indien gibt es einige hochspezialisierte, weltmarktfähige Sektoren wie den IT- oder Pharmabereich. Auch das Bankenwesen ist gerade in einer spannenden Entwicklung. Taiwan ist weltführend in der Halbleiterproduktion. Außerdem mag ich auch die von Chinesen geleiteten Banken in einigen nicht-chinesischen Wirtschaftsmetropolen.

select! news: Unterscheidet sich Value Investing im asiatisch-pazifischen Raum vom Value Investing in Europa oder den USA?

Leber: Es ist einfacher, weil Asien auf der Research-Seite noch nicht so durchdrungen ist wie Nordamerika oder Europa. Es gibt aber auch viel mehr Betrügereien als bei uns. Man muss also vorsichtig bei der Titelauswahl sein. Es gibt insgesamt viele Kaufgelegenheiten, allerdings manchmal mit sehr geringer Marktliquidität. Eine genaue Durchleuchtung der Unternehmen ist daher unabdingbar.

Value pur

Mit der Qualität des Managements steht und fällt ein Unternehmen, da sind sich Martin Wirth, Vorstand und verantwortlich für das Portfoliomanagement, wie auch Dr. Peter Smeets, Vorstand Business Development, Vertrieb und Marketing, von der Frankfurt Performance Management AG (FPM AG) einig. Gleichzeitig ist es auch extrem wichtig, das Geschäftsmodell eines Unternehmens vollends zu durchdringen, um eine klare Investmententscheidung fällen zu können. Im Gespräch mit select! news berichten Wirth und Smeets, wie sie ihren erfolgreichen Ansatz über alle Fonds hinweg fahren.

Wirth und Smeets beraten ihre Kunden gemeinsam mit 13 weiteren Kollegen vom Frankfurter Westend aus. Mit Manfred Piontke hat Wirth im Jahr 2000 erfolgreich den Grundstein für die Investmentboutique gelegt, die heute rund 550 Millionen Euro an Kundengeldern verwaltet. Die Assets verteilen sich dabei auf drei Publikumsfonds und zwei Spezialfondsmandate. Das Anlegerspektrum reicht von Vermögensverwaltungen über Family Offices bis hin zu Privat- und Geschäftsbanken sowie institutionellen Investoren.

„Vorsprung durch Wissen ist der Kern unserer Anlagephilosophie.“

Dr. Peter Smeets,
Frankfurt Performance Management AG
Martin Wirth: „Unsere Expertise ist das Value Investing in Deutschland und Europa.“ (Foto: Sebastian Reimold)

select! news: Wodurch zeichnet sich Ihre Investmentexpertise besonders aus?

Wirth: Unsere Expertise ist das Value Investing in Deutschland und Europa. Durch unsere akribische Analyse haben wir ein tiefes Verständnis für Branchen und Geschäftsmodelle auch in kleineren und spezielleren Marktsegmenten entwickelt. Durch regelmäßige persönliche Kontakte und kontinuierliche Business Updates stehen wir dauerhaft in engem Kontakt mit den Unternehmen, in die wir investieren beziehungsweise die auf unserer Watch List stehen. Deshalb besitzen wir auch eine hohe Expertise in Sondersituationen, die eine Unternehmensbewertung komplexer erscheinen lassen, und können so zu einer belastbaren Entscheidung kommen. Ein solcher Wissensvorsprung gewährleistet, Renditechancen zu erkennen und zu nutzen. Über diesen Weg wollen wir für unsere Investoren überdurchschnittliche Renditen durch die Teilhabe an einem konzentrierten und gut diversifizierten Portfolio aus unterbewerteten, ertragssicheren, überlegen positionierten und gut geführten Unternehmen erzielen.

Martin Wirth und Dr. Peter Smeets von der FPM AG (v.l.n.r.) (Foto: Sebastian Reimold)

select! news: Ihr Investmentstil variiert zwischen dem All-Cap- und dem Small-/Mid-Cap-Fonds einerseits und dem European-Value-Produkt andererseits. Worauf kommt es bei Ersterem an? 

Wirth: Für unseren All-Cap- und Small-/Mid-Cap-Fonds verfolgen wir konsequent einen dreistufigen Bottom-up-Ansatz. Als Erstes analysieren wir mit einer eigens dafür entwickelten Fundamentalanalyse das Geschäftsmodell des Unternehmens, um es bis in die Tiefe zu verstehen und die Treiber für den Geschäftserfolg zu analysieren, um daraus eine Prognose für die Zukunft erstellen zu können. Ein weiteres entscheidendes Element ist die Qualität des Managements, von der wir uns durch kontinuierliche persönliche Analysegespräche überzeugen. Außerdem muss die Bewertung des Unternehmens langfristig die Chance auf eine Performance von mindestens zehn Prozent im Jahr gewährleisten.

Für unsere Berechnung ermitteln wir eine auf dem Free Cashflow basierende Kennziffer, mittels derer sich das bereinigte „echte“ Wachstum einer Firma beziffern lässt. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die von uns gewünschte Mindestperformance erreicht werden kann. Wir sind davon überzeugt, dass je kompetenter die Unternehmensanalyse erfolgt, je qualifizierter die Bewertung durchgeführt und je disziplinierter der Investmentstil gelebt wird, desto sicherer das Investment ist. Ein solcher Ansatz ist nach unserer Überzeugung einem passiven und Momentum-getriebenen Ansatz überlegen.

select! news: Bei Ihren All-Cap- und Small-/Mid-Cap-Fonds haben Sie einen klaren Fokus auf Deutschland gesetzt. Weshalb beschränken Sie sich auf den heimischen Markt?

Smeets: Der Kern unserer Anlagephilosophie lautet „Vorsprung durch Wissen“. Deshalb investieren wir dort, wo wir uns am besten auskennen. Als deutscher Asset Manager beobachten wir keinen Markt so intensiv wie den heimischen Aktienmarkt. Wir führen jährlich rund 250 persönliche Gespräche mit deutschen Unternehmen und werten laufend die Bilanzen aller anlagerelevanten deutschen Aktiengesellschaften aus. Dieses Wissen gibt Sicherheit und bildet die Basis für den Erfolg unserer Entscheidungen. So erzielen wir für unsere Anleger den größtmöglichen Nutzen.

 

Stock Picking in Reinform: FPM Funds Stockpicker Germany All Cap ( C ) Classic

ISIN: LU0124167914
Anlageschwerpunkt:
Aktien Deutschland
Auflagedatum:
20. Januar 2001
Fondsvolumen (inkl. aller Anteilklassen): 141,41 Millionen Euro
Performance (seit Auflage): 214,20 Prozent

Stand: 21. August 2015

Informationen zu weiteren Fonds von Frankfurt Performance Management

Immer das Wesentliche im Blick

Mit Absalon Capital ist eine neue Investmentboutique aus Dänemark auf dem europäischen Markt angekommen. Die Spezialisten für globale Unternehmensanleihen sind seit Jahren ein eingespieltes Team. In Deutschland bieten sie zwei Fonds an, einen Global-High-Yield- und einen Emerging-Markets-Corporate-Debt-Fonds.

Klaus Blaabjerg, Chief Portfolio Manager, und sein Kollege Toke Hjortshøj, Senior Portfolio Manager, bauen besonders auf die Ineffizienzen und Überreaktionen der Kreditmärkte, wie sie Volker Schilling, Dachfondsmanager und Vorstand des Vermögensverwalters GREIFF capital management, im Interview berichteten.

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Unkorreliert erfolgreich

Mit Credit Default Swaps (CDS) können sich Gläubiger vor dem Ausfall von Krediten und Anleihen absichern. Diese Kreditausfallversicherungen gehören neben Anleihen zum Anlagehorizont des LBBW Pro-Fund Credit I (DE000A1CU8C5). Dr. Peter Oellers, Leiter des Bereichs Absolute Return & Asset Allocation bei der LBBW Asset Management, und Matthias Bruckmeir, Fondsmanager für Absolute Return Strategien, erläutern, wie der Fonds Über- und Unterbewertungen in den einzelnen Laufzeiten von Kreditindizes gezielt ausnutzt.

Dr. Peter Oellers, LBBW Asset Management

select! news: Herr Dr. Oellers, erläutern Sie uns kurz die Strategie Ihres Fonds.

Oellers: Die Anlagestrategie des Fonds ist zweigeteilt. Die Geldmittel werden in Anleihen mit sehr guten Ratings und sehr geringer Zinsduration angelegt. Darüber hinaus investiert der Fonds in Credit Default Swaps (CDS), die sich bevorzugt auf europäische Unternehmen mit einem Investment-Grade-Rating beziehen. Bei CDS handelt es sich um Kreditausfallversicherungen, die im Interbankenmarkt laufend handelbar sind. Die Preise werden in Basispunkten ausgedrückt. Bewertet der Markt die Kreditwürdigkeit eines Schuldners als hoch, so wird der CDS-Preis günstig sein. Die „Versicherungsprämie“ ist gering, da die Marktteilnehmer nicht den Ausfall des Schuldners erwarten. Umgekehrt steigen die CDS-Werte eines Schuldners, wenn dessen Bonität sinkt. Sollte der Schuldner zahlungsunfähig werden, deckt ein Sicherungsgeber, etwa eine Versicherung oder eine Bank, den Anspruch des Sicherungsnehmers. Der Fonds investiert fast ausschließlich in Indizes. Der Benchmark-Index iTraxx Europe Main etwa besteht aus 125 Einzel-CDS, die sich auf die Sektoren Autos und Industrials, Konsumgüter, Energie, Telekommunikation und Finanzinstitute verteilen.

Zudem basiert die Strategie des Fonds auf der Ausnutzung von Über- und Unterbewertungen in den einzelnen Laufzeiten der Kreditindizes. Dabei werden die Positionen im Fonds immer so ausgerichtet, dass sich eine Ausweitung, also eine Verschlechterung der Bonität, und eine Einengung, sprich eine Verbesserung der Bonität, nicht auf den Fondspreis auswirken. Dadurch wird eine Marktneutralität erzeugt, so dass der Fonds eine sehr geringe Korrelation etwa zu den Aktien- und Zinsmärkten besitzt.

Matthias Bruckmeir, LBBW Asset Management

select! news: Welche Bedeutung kommt der Unkorreliertheit im Fonds zu?

Bruckmeir: Die Unkorreliertheit ist entscheidend, damit eine höhere Diversifikation im Portfolio als Ziel erreicht werden kann. In einem bestehenden Portfolio kann der Investor so ohne Risiko den Mehrwert in seinem Portfolio erhöhen. Außerdem soll der Fonds auch in schwierigen Marktphasen, wie sie beispielsweise im Zinsmarkt im Mai/Juni oder zuletzt an den Aktienmärkten aufgetreten sind, eine positive Performance erzielen.

Ohne geringe Korrelationen zu diesen Märkten ist dies nicht erreichbar. Diese Unkorreliertheit, zum Beispiel zum Zinsmarkt, hat noch einen weiteren positiven Effekt. Der Fonds bewegt sich in einer Volatilitätsklasse von Unternehmensanleihen im Investmentgrade-Bereich. Die geringe Korrelation zum Zinsmarkt, verbunden mit der Sorge vieler Anleger von weiter sinkenden Renditen, macht den Fonds als Rentenersatzprodukt sehr interessant, um mögliche Performancerückgange aus der Anlage in klassischen Anleihen zu kompensieren.

select! news: Die jüngsten Korrekturen am Aktienmarkt im August und der Zinsanstieg im Mai/Juni haben dem Produkt somit nicht geschadet?

Bruckmeir: Der LBBW Pro Fund Credit I hat sowohl in der Phase steigender Zinsen als auch jüngst während der Schwäche der Aktienmärkte eine positive Performance erreicht. Die Unkorreliertheit der Strategie hat hierzu entscheidend beigetragen. So konnte der Fonds die Performance von bestehenden Renten- und Aktienportfolios als Beimischung stabilisieren.

select! news: Wie sehen Sie die weiteren Entwicklungen an den Märkten? Wie werden Sie in Ihrem Produkt darauf reagieren?

Oellers: Selbst wenn sich die Lage an den Zins- und Aktienmärkten vorübergehend beruhigt hat, rechnen wir damit, dass es in Zukunft eine hohe Volatilität an den Kapitalmärkten geben wird. Da wir davon ausgehen, dass sich die Ausfallrisikoprämien dieser höheren Volatilität nicht entziehen können, wird es sicherlich attraktive Opportunitäten geben. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass sich eine höhere Volatilität, verbunden mit der Marktneutralität des Fonds, positiv auf die Fondsperformance ausgewirkt hat. Daher erwarten wir einen Wertzuwachs im Bereich von zwei bis drei Prozent bei einer vergleichsweise niedrigen Volatilität von zwei bis 2,5 Prozent.

Aktuelles

Pressemitteilungen

Termine

Expertenfrühstück: Wo sind die Renditechancen von High Yield Bonds?

Chief Portfolio Manager Klaus Blaabjerg von der dänischen Investmentboutique Absalon Capital erläutert, wo er derzeit die Chancen und Risiken bei hochverzinslichen Anleihen sieht und diese in den Fonds ABSALON GLOBAL HIGH YIELD (LU1138630212) und ABSALON EM CORPORATE DEBT (LU1138630998) umsetzt.

Termin: Donnerstag, 24. September 2015, ab 8:00 Uhr
(Beginn der Präsentation: 8:30 Uhr, Ende der Veranstaltung: ca. 9:30 Uhr)
Ort: Sofitel Hamburg Alter Wall, Alter Wall 40, 20457 Hamburg

Kalendereintrag (.ics)

Anmeldung

11. Financial Planner Forum | Vortrag SKALIS Asset Management: Mischfonds – Anspruch und Realität

Marc Decker, Senior Portfolio Manager bei SKALIS Asset Management, berichtet über Risikomanagement in schwankungsreichen Märkten, der Steuerung von Zinsänderungsrisiken in einem Umfeld steigender Zinsen und einem aktiven Allokationsmanagement.

Termin: Freitag, 20. November 2015, 12:20 bis 12:50 Uhr
Ort: Kosmos Berlin, Karl-Marx-Allee 131a , 10243 Berlin

Bereits jetzt vormerken: UI Champions Tour 2016

Zum 5. Mal findet im März 2016 die erfolgreiche Kunden-Roadshow von Universal-Investment in Zusammenarbeit mit Jürgen Dumschat von der AECON Fondsmarketing GmbH statt.

Merken Sie sich bereits jetzt die Termine vor:

• Mittwoch, 2. März 2016 – Berlin , Steigenberger Hotel Am Kanzleramt
• Donnerstag, 3. März 2016 – Hamburg, Steigenberger Hotel Hamburg
• Mittwoch, 9. März 2016 – München, Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski
• Donnerstag, 10. März 2016 – Stuttgart, Steigenberger Hotel Graf Zeppelin Stuttgart
• Mittwoch, 16. März 2016 – Düsseldorf, Van der Valk Airport-Hotel Düsseldorf
• Donnerstag, 17. März 2016 – Frankfurt, The Westin Grand Frankfurt

Fonds

„Nicht alle Eier in einen Korb legen“

Viele Anleger suchen in Zeiten der Niedrigzinsen eine alternative Geldanlage. Dafür richten sie ihren Blick auch auf Chancen außerhalb des Euroraums. Eine Möglichkeit, mit Investitionen abseits der europäischen Gemeinschaftswährung Renditen zu erzielen, bieten Währungsfonds. Sie sind durchaus eine interessante Ergänzung als Anlageklasse für die Portfoliodiversifikation. Achim Lange, Leiter Portfoliomanagement bei der Hamburger Sparkasse (Haspa) und verantwortlich für den Währungsfonds UI (DE000A1JZLD5), erläutert die Vorteile von globalen Währungsinvestments.

Achim Lange: „Die Auswahl der Fremdwährungen erfolgt auf Basis fundamentaler Analysen.“ (Foto: Haspa)

select! news: Welche Währungen sind für Sie vertrauenswürdige Investitionen für die Geldanlage in Ihrem Fonds? Worauf kommt es Ihnen bei der Auswahl der Währungen besonders an?

Lange: „Nicht alle Eier in einen Korb legen“ – diesen simplen Leitsatz sollte jeder Anleger befolgen. Dass eine Risikostreuung nicht nur über Unternehmen, Branchen und Laufzeiten Sinn macht, sondern auch im Bereich von Währungen, hat die europäische Schuldenkrise gezeigt. Um dem zunehmenden Wunsch ihrer Kunden nach Anlagen außerhalb des Euroraums Rechnung zu tragen, hat die Haspa 2012 den Währungsfonds UI aufgelegt. Der Fonds investiert mittels Anleihen hoher Bonität (Investment Grade) in rund zehn Währungen von Ländern mit soliden Fundamentaldaten, wie Norwegen, Schweden, Kanada oder Australien. Anleger, die nicht ausschließlich auf den Euro setzen möchten, können so ihr  Vermögen über verschiedene Währungen diversifizieren.

select! news: Erhöhen die Niedrigzinsen zusätzlich die Attraktivität von Anlagen in Fremdwährungen?

Lange: Seit Zuspitzung der Eurokrise Mitte 2012 hat sich glücklicherweise – nicht zuletzt durch das wiederholte Einschreiten der Europäischen Zentralbank – die Lage im Euroraum merklich stabilisiert. Dass die Wirtschaft in der Eurozone dennoch alles andere als floriert, zeigt sich nicht nur in dem langsamen Wachstum und der gedämpften Preisentwicklung, sondern auch in den historisch niedrigen Renditen. Es ist kaum zu erwarten, dass die Konjunktur im Euroraum oder die inländischen Renditen in absehbarer Zeit nennenswert anziehen. Daher ist ein Blick über den Horizont der Eurozone hinaus ratsam. Dabei wird deutlich, dass diverse Länder nicht nur fundamental besser positioniert sind als die Eurozone, sondern sich darüber hinaus auch dynamischer entwickeln. Entsprechend sind die Renditeniveaus in vielen Währungsräumen attraktiver als hier. Beispielsweise erhält der Anleger zurzeit für eine neuseeländische Staatsanleihe mit fünfjähriger Laufzeit jährlich rund 2,6 Prozentpunkte und für eine australische Staatsanleihe 1,9 Prozentpunkte mehr Rendite als für eine entsprechende Bundesanleihe, die nahe null rentiert.

select! news: Können auch Währungen aus etablierten Industrieländern aus dem Portfolio ausgeschlossen werden? Und wenn ja, aus welchen Gründen?

Lange: Investiert wird ausschließlich in Währungen von Ländern mit vergleichsweise soliden Rahmendaten. Die Auswahl der Fremdwährungen erfolgt auf Basis fundamentaler Analysen. Hierzu wird die Entwicklung wesentlicher Wirtschaftsdaten, wie die Inflation, das Wirtschaftswachstum, die Staatsverschuldung oder das Haushaltsdefizit, untersucht. Dabei wird die Auswirkung auf die Währung des betreffenden Landes analysiert. Die klassischen „sicheren Häfen“, wie der Japanische Yen, der US-Dollar und das Britische Pfund, zeichnen sich nicht durch solide Finanzen der jeweiligen Staaten aus und sind somit nicht im Portfolio vorhanden.

select! news: Welches Anlageuniversum umfasst derzeit Ihr Fonds?

Lange: Es wird eine Fokussierung auf rund zehn Währungen angestrebt. Die festverzinslichen Fremdwährungsanleihen unterliegen genau wie Euroanlagen dem Zinsänderungsrisiko. Durch Investitionen in kurze bis mittlere Laufzeiten wird das Risiko von Kursverlusten, die im Falle einer Veränderung des allgemeinen Zinsumfeldes auftreten können, jedoch begrenzt. Die Anleihen, in denen der Währungsfonds UI derzeit investiert ist, weisen mindestens ein „A-“-Rating auf, vielfach auch ein „Doppel-A“- oder sogar „Dreifach-A“-Rating. Durch die Beschränkung auf Anlagen aus dem Investment-Grade-Bereich soll das Risiko eines Ausfalls des Emittenten gering gehalten werden. Das Anleiheuniversum entfällt zu 30,6 Prozent auf Staaten, zu 19,7 Prozent auf öffentliche Institutionen, zu 21,1 Prozent auf Unternehmen, zu 17,1 Prozent auf Finanzunternehmen und zu 6,1 Prozent auf Covered Bonds. (Stand: 31.07.2015)

Beispiele für Investments unseres Fonds sind Anleihen der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Kanadischen Dollar sowie in Norwegischen Kronen, von Nestlé in Australischen Dollar, von Volkswagen in Chinesischen Renminbi oder von der Europäischen Investitionsbank in Schwedischen Kronen.

select! news: Welche Währungen abseits des Euros sind für Sie momentan besonders attraktiv?

Lange: Zurzeit ist der Währungsfonds UI in Anleihen investiert, die auf folgende Währungen lauten: Australischer Dollar, Neuseeland-Dollar, Kanadischer Dollar, Chinesischer Renminbi, Hongkong-Dollar, Singapur-Dollar, Südkoreanischer Won, Norwegische Krone, Schwedische Krone, Polnischer Zloty und Mexikanischer Peso.

select! news: Bergen Wechselkursschwankungen an den Devisenmärkten nicht ein erhöhtes Risiko, und wenn ja, wie regulieren Sie diese im Fonds?

Lange: In der Tat sind Fremdwährungsanleihen durch die Möglichkeit von Wechselkursschwankungen gegenüber Euro-Anleihen mit zusätzlichen Risiken behaftet. Das hat sich während der jüngsten Finanzmarktturbulenzen gerade einmal wieder gezeigt. Denn die Fremdwährungen können zum Euro an Wert verlieren. Aber zugleich besteht eben auch die Chance auf Wechselkursgewinne bei Aufwertungen der im Fonds vertretenen Währungen.

Wichtigste Maßnahme zur Risikosteuerung ist die Diversifizierung über rund zehn verschiedene Währungen. Darüber hinaus werden laufend die fundamentalen Wirtschaftsdaten der jeweiligen Währungsräume analysiert, um eine frühzeitige Reaktion auf mögliche negative Entwicklungen sicherzustellen. Grundsätzlich verfolgt das Fondsmanagement das Ziel, die Schwankungsbreite des Fondsportfolios im Hinblick auf mögliche Verluste gering zu halten.

Generell sollte der Anleger Investments in fremde Währungen vorrangig unter dem Blickwinkel der Portfoliodiversifikation betrachten. Daraus folgt, dass diese Anlagen grundsätzlich einen Beimischungscharakter haben.

FIVV: Langfristig Rückenwind für chinesische Aktien

Chinas Börse hat zuletzt erheblich Federn gelassen und eine deutliche Korrektur durchlaufen. Viele Anleger fragen sich nun, ob die stetig wachsende Wirtschaft Chinas nun zum Stocken kommt. select! news fragte China-Experte Andreas Grünewald, Fondsberater der FIVV-MIC-Mandat China (DE000A0JELL5) und Vorsitzender des Verbandes der unabhängigen Vermögensverwalter, VuV, nach seinen Einschätzungen zu den aktuellen Entwicklungen im Reich der Mitte.

Andreas Grünewald: „Die fortschreitende Öffnung des chinesischen Kapitalmarktes bedeutet auf Jahre hinaus Rückenwind für chinesische Aktien.“ (Foto: FIVV)

select! news: Herr Grünewald, die chinesischen Aktienmärkte haben zuletzt eine deutliche Korrektur erlebt. Für wie schwerwiegend sehen Sie diese Entwicklungen für die Weltwirtschaft? China ist heute einer der wichtigsten Absatzmärkte für die westliche Welt.

Grünewald: Abgesehen von der enormen Volatilität der vergangenen Wochen blicken viele Anleger erfreut auf ihr Investment in chinesische Aktien. Auf Sicht eines Jahres notiert zum Beispiel der CSI300-Index, der die größten in Shanghai und Shenzhen gelisteten chinesischen Unternehmen vereint, noch immer mit rund 30 Prozent im Plus. Negative Auswirkungen auf den inländischen Konsum werden dadurch abgefedert, dass Chinas Haushalte einen sehr viel geringeren Teil ihrer Ersparnisse am Aktienmarkt investieren, als das in vielen westlichen Volkswirtschaften der Fall ist.

Andreas Grünewald: „Eine solide Entwicklung der chinesischen Aktienmärkte ist ausdrücklich im Interesse der chinesischen Führung.“ (Foto: FIVV)

select! news: Chinas Aktienkurse sind innerhalb der letzten Jahre überdurchschnittlich stark gestiegen. Handelt es sich bei den jüngsten massiven Rücksetzern lediglich um eine gesunde Korrektur?

Grünewald: Die Korrektur an Chinas Aktienmärkten war in der Tat sehr heftig, steht bislang aber mit etwa minus 40 Prozent in einem gesunden Verhältnis zu der Hausse, die dem CSI300 von Juni 2014 bis Juni 2015 ein Kursplus von rund 150 Prozent beschert hatte. Um zu beurteilen, ob es sich bei den aktuellen Turbulenzen um einen systematischen Zusammenbruch oder um eine rasche und heftige Korrektur handelt, sollte man einen genauen Blick auf die politischen Signale aus Peking werfen. Dort bemühen sich die Behörden seit einigen Wochen um eine Stabilisierung der Lage. Langfristig bleibt zu bedenken, dass eine solide Entwicklung der chinesischen Aktienmärkte ausdrücklich im Interesse der chinesischen Führung ist. Nahezu alle Einkommensschichten können daran partizipieren, die Finanzierungsbedingungen der Privatwirtschaft verbessern sich, und staatseigenen Unternehmen wird mehr Disziplin und Effizienz auferlegt.

select! news: Wie schätzen Sie die chinesischen Aktienmärkte in den nächsten sechs Monaten ein?

Grünewald: Der Kursverlauf dürfte bis auf weiteres volatil bleiben, woraus sich meiner Ansicht nach hervorragende Einstiegschancen ergeben. Die fortschreitende Öffnung und Internationalisierung des chinesischen Kapitalmarktes bedeutet auf Jahre hinaus Rückenwind für chinesische Aktien. Bislang fallen diese in passiv gesteuerten Portfolios aufgrund ihres eingeschränkten Free Flows nur zu einem Bruchteil ihrer eigenen Marktkapitalisierung ins Gewicht. Die Ausweitung grenzüberschreitender Investitionsprogramme sowie die Integration der chinesischen Börsen in Shanghai, Shenzhen und Hongkong ändert dies jedoch rasant, so dass sich internationale Investoren einer höheren Gewichtung mittelfristig kaum entziehen können. Aktive Investoren nehmen diese Entwicklung bereits heute vorweg. Die aktuelle Korrektur bietet eine gute Gelegenheit, um globale Portfolios auf diese neuen Kräfteverhältnisse vorzubereiten.

select! news: Das Wirtschaftswachstum in China ist zuletzt auch gegenüber den Vorjahren gesunken. Welche Gründe sehen Sie dafür? Muss diese Entwicklung kritisch betrachtet werden?

Grünewald: Alleine aufgrund des Basiseffekts, den drei Jahrzehnte zweistelligen Wachstums mit sich gebracht haben – wir reden mittlerweile über die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt –, sind rückläufige Wachstumsraten allein schon rein mathematisch unausweichlich. Darüber hinaus betone ich immer wieder, dass eine nachhaltige Entwicklung Chinas geradezu mit niedrigeren Wachstumsraten einhergehen muss. Das neue chinesische Wirtschaftsmodell setzt bewusst auf niedrigeres, qualitativ jedoch sehr viel höherwertiges Wachstum. Es geht um Agrarreformen, die Öffnung staatlicher Monopole, Erleichterungen für Unternehmensgründer und den Privatsektor sowie die Stärkung, Liberalisierung und Internationalisierung des chinesischen Finanzsektors. Selbst ein Wachstum von fünf Prozent entspräche damit durchaus dem Kalkül der chinesischen Regierung und wäre für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ein exzellentes Ergebnis.

Rentenexperte Martin Wilhelm: Keine Zinswende in Sicht

Im Interview mit dem Deutschen Anlegerfernsehen DAF spricht Martin Wilhelm vom Institut für Kapitalmarkt (IfK), warum trotz aller Kapitalmarktturbulenzen noch keine Zinswende in Sicht ist und wie er für den erfolgreichen Rentenfonds ACATIS IfK Value Renten UI (ISIN DE000A0X7582) trotz Niedrigzinsära noch attraktive Anleihen findet, die dem Fonds auch künftig eine Rendite von drei bis fünf Prozent jährlich ermöglichen sollen.

Fondsjubiläum 25 Jahre Merck Finck Stiftungsfonds UI

Seit 25 Jahren ist der Merck Finck Stiftungsfonds UI (DE0008483983) erfolgreich am Markt. Der von Merck Finck & Co. Privatbankiers initiierte und in europäische Aktien und Renten anlegende Mischfonds richtet sich besonders an die Bedürfnisse von Stiftungsvermögen. select! news sprach mit dem Fondsmanager Johann Ipfelkofer, Geschäftsführer bei der MFI Asset Management GmbH, über das Konzept des Fonds. Die MFI Asset Management GmbH hat ihre Wurzeln in der Merck-Finck-Gruppe.

„Eine stabile und hohe Ausschüttungsquote ist für Stiftungen von zentraler Bedeutung.“

Johann Ipfelkofer,
MFI Asset Management
(Illustration: Merck Finck & Co.)

select! news: Der Merck Finck Stiftungsfonds UI weist seit einem Vierteljahrhundert eine konstant gute Performance auf. Weshalb hat sich Ihr Konzept über einen so langen Zeitraum bewährt? Was ist das Erfolgsrezept Ihres Fonds? 

Ipfelkofer: Im Prinzip zeigt der langjährige Erfolg, dass für einen konservativen Investor eine Mischung von bis zu 30 Prozent Aktien und den Rest in Renten und Kasse zu halten, eine erfolgreiche Strategie darstellt. Ungeachtet vieler, manchmal kurzfristiger Modeerscheinungen am Finanzmarkt erreicht man hiermit eine breite Diversifikation, die langfristig gewinnbringend ist. Selbstverständlich haben auch wir im Laufe der letzten 25 Jahre das Konzept an einigen Stellen geändert: Zum Start, Anfang der 90er Jahre, als Sie mit deutschen zehnjährigen Bundesanleihen eine Rendite von fast neun Prozent einfahren konnten, haben wir auf Aktien gänzlich verzichtet. Mitte der Neunziger wurden Aktien mit aufgenommen, und vor gut zehn Jahren gingen wir dazu über, die Aktienquote meist vollständig auszuschöpfen und über ein dynamisches Overlay abzusichern.

Johannes Ipfelkofer (Foto: MFI Asset Management)

select! news: Der Fonds richtet sich im Besonderen an Stiftungen. Welche speziellen Bedürfnisse müssen bei einer Stiftung in einem Anlagekonzept berücksichtigt werden?

Ipfelkofer: Eine stabile und hohe Ausschüttungsquote ist für Stiftungen von zentraler Bedeutung. Hier überzeugt der Merck Finck Stiftungsfonds UI von Anfang an. Auch in der derzeitigen Niedrigzinsphase ist eine Ausschüttung von drei Prozent und mehr eingeplant.

Neben den weiteren „üblichen“ Größen, wie Performance, geringer maximaler Verlust beziehungsweise günstiges Risiko-Rendite-Verhältnis, wird für Stiftungen zunehmend auch die Informationspolitik wichtig. Hier kann der Anleger über den Fondsselektor auf der Webseite von Universal-Investment nicht nur tägliche Preise und Factsheets abfragen, sondern auch vierteljährlich das VAG-Reporting oder den Transparenzbericht abrufen. In diesem wird von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer der Anlageprozess sowie die Einhaltung der gesetzlichen und wirtschaftlichen Restriktionen des Fonds analysiert und bestätigt.

select! news: Um Risiko im Portfolio zu minimieren, setzen Sie eine Wertsicherungsstrategie ein. Was sind die Vorteile dieser Strategie? 

Ipfelkofer: Seit Einführung unserer Absicherungsstrategie vor rund zehn Jahren haben wir die maximal mögliche Aktienquote von 30 Prozent fast immer vollständig ausgenutzt. Wir sind also immer in Aktien oder auf Aktien basierenden Produkten investiert. Die rechnerisch-synthetische Aktienquote steuern wir dann über ein Options-Overlay, das wir permanent im Einsatz haben und das wir dynamisch an die Marktentwicklungen anpassen. Unsere Optionsstrategie ist ausschließlich risikoreduzierender Natur.

select! news: Das anhaltende Niedrigzinsumfeld macht es immer schwieriger, mit klassischen Rentenanlagen eine akzeptable Rendite zu erzielen. Wie lösen Sie diese Aufgabe in Ihrem Portfolio?

Ipfelkofer: Auf der Rentenseite sind wir seit 25 Jahren aktiv und erfolgreich unterwegs. Allerdings markierte die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank in den letzten Jahren das Ende der konservativen Geldanlage. Derzeit fahren wir eine sehr vorsichtige Strategie. Wir verzichten lieber auf etwas mehr Rendite, um erst bei Rückschlägen wieder vermehrt dabei zu sein. Außerdem ist es wichtig, die gesamte Bandbreite des „Erlaubten“ zu nutzen: Das bedeutet für unseren Fonds, zwar in Euro zu bleiben, aber vermehrt in Unternehmensanleihen und Pfandbriefen zu investieren.

Insbesondere der Switch zwischen Anleihen der Peripherie- und Core-Länder der Eurozone eröffnet im derzeitigen Umfeld immer wieder Renditechancen, ist aber auch mit entsprechenden Risiken verbunden. Und selbst der Einsatz von inflationsgeschützten Anleihen kann gelegentlich weiterhelfen. Im Prinzip müssen sich die Stiftungen jedoch darüber im Klaren sein, dass es derzeit keine risikolose festverzinsliche Anlage mehr gibt, mit der man auskömmliche Renditen erwirtschaften kann.

Die wichtigsten Daten zum Merck Finck Stiftungsfonds UI im Überblick:

ISIN: DE0008483983
Morningstar-Rating:
Feri-Rating
:
D
Anlageschwerpunkt:
Mischfonds defensiv
Auflagedatum:
01.10.1990
Geschäftsjahresende:
30.09.2015
Fondsvolumen (inkl. aller Anteilklassen): 60,679 Millionen Euro
Performance (seit Auflage): 241,95 Prozent

Stand: 25. August 2015

Informationen zum Merck Finck Stiftungsfonds UI